| Seit mehreren Jahren beschweren sich die Bürger des Stadtteils Forstenried-Südost über die steigende Lärmbelästigung durch die BAB 95. Viele Anwohner klagen bereits über Schlafstörungen. Aus der im Internet vom Umweltreferat der LH München hinterlegten Lärmkarte sind die hohen Lärmwerte in diesem Streckenbereich der A 95 ersichtlich. Es ist bekannt, dass eine derartige Belastung der Anwohner in angrenzenden Wohngebieten ohne einen ausreichenden Schutz gesundheitsschädlich ist.
In letzter Zeit hat der LKW-Verkehr auf der BAB 95 enorm zugenommen. Vor allem seit Inkrafttreten der Transitsperre für den LKW-Verkehr durch das Stadtgebiet Münchens (Mittlerer Ring) beobachten wir eine kräftige Steigerung der Lärm-, Staub- und Abgasimmisionen. Eine vor kurzem auf der A 95 durchgeführte Verkehrszählung – auf deren Veröffentlichung wir gespannt warten – wird unsere Beobachtungen bestätigen.
Für die A95 besteht die Ausnahme, dass der LKW-Transitverkehr bis zum Mittleren Ring einfahren, und entweder zur Anschlussstelle der A96 oder zur Anschlussstelle der A995 weiterfahren darf. Diese Ausnahme ermöglicht vielen LKW-Fahrer die Route von der A8, Ausfahrt Sauerlach, über Bundes- und Staatsstraßen zur BAB 95, Einfahrt Wolfrahrtshausen oder Schäftlarn, als Alternative zur Umfahrung Münchens über die A 99 zu wählen.
Die Situation für die Anwohner von Forstenried-Südost hat sich darüber hinaus auch dadurch verschlimmert, dass bisherige natürliche lärmminderende Barrieren weggefallen sind: Durch Stürme, Borkenkäfer und andere natürliche Einflüsse sind die Baumbestände im Forstenrieder Park südlich der Stadtgrenze beiderseits der BAB 95 so stark ausgelichtet, dass sie faktisch keinerlei Lärmschutzfunktion mehr bieten.
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Der dichte Bewuchs aus Bäumen und Sträuchern auf dem Gelände der früheren Lotsenstation Unterdill – im Ausmaß eines kleinen Wäldchens – wurde auf Veranlassung der Autobahndirektion Süd abgeholzt und das gesamte Gelände verdichtet. Damit entfiel ein ehemals effektiver Schutz des angrenzenden Wohngebietes gegen die BAB 95. Seitdem werden schon bei leichtem Westwind Autoabgase, Reifenabrieb und bei Regenwetter zusätzlich Gischtwolken bis an die ca. 60 bis 90 Meter entfernten Wohngebäude herangetragen. Es wurde zwar zwischenzeitlich ein Provisorium in Form eines kleinen Hügels angebracht, der aber in keinster Weise einen Schutz bietet.
Durch Zufall haben wir erfahren, dass die Autobahndirektion Süd eine Sanierung des Belags auf de BAB 95 vornehmen wird. Der BA 19 hat in der Sitzung vom 04.03.2008 einstimmig den Antrag verabschiedet, dass vom Luise-Kiesselbach-Platz bis zum Burgfrieden der Stadt München einen sogenannten Flüsterasphalt eingesetzt werden soll. Am 14.03.2008 erschien im Münchner Merkur der Artikel „A95: weniger Lärm durch neuen Asphalt“, dem wir entnehmen konnten, dass 1. die Sanierung zunächst nicht bis zum Burgfrieden geplant ist und 2. auch kein Flüsterasphalt zum Einsatz kommt. Für uns Anwohner des Stadtteils Forstenried-Südost bedeutet dies, das wir wieder einmal mit unseren Problemen alleine gelassen werden und dass Maßnahmen zur Besserung der Situation von Behördenseite nicht in Angriff genommen werden.
Aus diesen Gründen haben die Bürger des Stadtteils Forstenried-Südost bei der Bürgerversammlung des Stadtbezirks 19 am 03.04.2008 den Antrag für „Schutzmaßnahmen für die Bürger in Forstenried-Südost gegen den Verkehrslärmbelästigungen durch die Autobahn A95“ gestellt. 310 Bürger aus dem betroffenen Gebiet haben mit Ihrer Unterschrift dem Antrag Nachdruck verliehen.
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